Interessantes aus der Welt des Kunststoffs

Verbot von Einweg-Plastikprodukten und Kunststoffabgabe schießen am Ziel vorbei

10.08.2018 - Kunststoffabgabe dient nur zum Stopfen des Brexit-Budgetlochs

Im Jänner noch begrüßte die Kunststoffindustrie die von der EU im Rahmen der Kreislaufwirtschaft geplante Kunststoffstrategie. Sie bietet eine Möglichkeit, Europas Kunststoffindustrie global zu einer Vorreiterrolle im ökologischen Handeln zu bringen. 

„Die heute veröffentlichte Single Use Plastics Richtlinie, mit der Einweg-Erzeugnisse aus Kunststoff künftig verboten werden sollen, schießt allerdings am Ziel vorbei“, ist Helmut Schwarzl, Obmann der Berufsgruppe Kunststoffindustrie, überzeugt. 

Konsumenten müssen mehr Problembewusstsein entwickeln

Anstoß für diesen Richtlinienvorschlag ist die Tatsache, dass  Kunststoff-Einwegprodukte 50 Prozent des Abfalls darstellen, der auf europäischen Stränden gefunden wird. Für einen fairen Ansatz wäre es notwendig, ebenso Maßnahmen für die anderen 50 Prozent zu finden. Weder der Kunststoff-Teller noch die Bierdose tragen Schuld am achtlosen Umgang mit ihnen, sondern der Konsument. Zielführender als Verbote von Kunststoffprodukten für die Bekämpfung des Litterproblems ist vielmehr das Bewusstsein der Menschen für einen schonenden Umgang mit Ressourcen aller Art zu schärfen und ihr Verhalten langfristig zu verändern. Bei Verboten von bestimmten Produkten wird das Problem von Kunststoff nur zu anderen Materialien verlagert, die dann am Strand gefunden werden. Litter sollte auf jeden Fall vermieden werden, egal ob aus Kunststoff, Aluminium, Glas oder Papier.

Kunststoffabgabe nicht zielführend

„Eine Abgabe auf nicht recycelte Kunststoffabfälle, wie sie derzeit im Raum steht, sehen wir als reine Geldbeschaffungsmaßnahme, um das Budgetloch nach dem Brexit zu stopfen. Weder werden dadurch die Meere vom Kunststoff gesäubert, noch Abfallwirtschaftssysteme außerhalb der EU etabliert. Zu beidem gibt es Initiativen, die die Branche unter erheblichem finanziellem Aufwand unterstützt“, begründet Schwarzl seine Ablehnung einer Kunststoffabgabe. Die Etablierung von Sammel- und Verwertungssystemen in Asien oder Leuchtturmprojekte zur Säuberung von Stränden sind zum Beispiel zielführende Handlungen der Branche zur Beseitigung des Marine Litter-Problems. 

Europa und Nordamerika nur zwei Prozent Anteil an Marine Litter

Schwarzl fordert von der Kommission, finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, um Forschungsprojekte im Bereich des Kunststoffrecyclings aber auch bei biobasierten Kunststoffen zu forcieren. Der Anteil Europas und Nordamerikas am Marine Litter beträgt zwei Prozent. Der Rest kommt hauptsächlich aus Asien und Afrika. „Eine Kunststoffabgabe würde die europäische Kunststoffindustrie schwächen und die Wettbewerbsposition gerade der größten Verschmutzer stärken“, so Schwarzl. 

Ökologische Vorteile von Kunststoff nicht vergessen

Ganz vergessen wird bei all der Kritik am Kunststoff, dass viele Kunststoffartikel handfeste ökologische Vorteile haben, für die es keinen sinnvollen alternativen Werkstoff gibt. Sie machen Autos leichter und sparen somit Sprit. Sie dämmen Gebäude und senken damit den Heiz- oder Kühlenergiebedarf. Sie schützen Lebensmittel vor Verderb und damit die Umwelt vor unnötigen Emissionen bei deren Produktion. Eine Kunststoffabgabe würde das alles verteuern und in keiner Weise das Problem des Marine Litter lösen. Will man wirklich saubere Alternativen forcieren, so sollte man bei Alternativen zu Kunststoff zuerst deren ökologischen Fußabdruck prüfen.

Wirtschaftslage kunststoffverarbeitende Industrie

Die kunststoffverarbeitende Industrie hat den Schwung von 2017 (Steigerung des Produktionswertes um 3,5%) in das Jahr 2018 mitgenommen.

Im ersten Quartal wuchs der Umsatz um 3,9 %. Besonders Halbzeug aus Kunststoffen entwickelte sich mit einem Plus von 5,7 % sehr gut. Technische Teile und Konsumartikel fielen mit 4,7 % Plus nicht weit zurück, Baubedarf verzeichnete ein Wachstum von 2,5 %.

Verpackungsmittel trübten ein wenig das Bild: hier nahm der Produktionswert um 0,7 % ab.

Umsatztreiber war vor allem die Exportnachfrage mit 5,3 %. Vor allem Italien, Tschechien, Ungarn, Polen und Belgien fragten österreichische Produkte stark nach.
Der Beschäftigtenstand profitierte ebenfalls von der guten Konjunktur: die Zahl der Mitarbeiter stieg um 2,2 % auf rund 26.800.

Für die zweite Jahreshälfte sieht die Branche laut WIFO-Konjunkturumfrage die Entwicklung weiterhin positiv. Die Auftragslage ist gut, die Fertigwarenlager niedrig, die Geschäftserwartungen entsprechend zuversichtlich.

Chemische Industrie zeigt neue Ansätze für den Alleskönner Kunststoff

06.06.2018 - Veranstaltung RETHINKING PLASTICS erörtert den erfolgreichen Weg zur Kreislaufwirtschaft.

Bei der Veranstaltung „RETHINKING PLASTICS – Wie gelingt der Weg zur Kreislaufwirtschaft“ 6. Juni 2018 präsentierten Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette Kunststoff auf Einladung des Fachverbandes der Chemischen Industrie ihren Umgang mit der Kunststoffstrategie der europäischen Kommission. Die Vorträge spannten den Bogen vom Rohstoff-Hersteller Borealis, weiter über den Kunststoff-Verarbeiter Greiner, zu Henkel als Abfüller in Kunststoff-Gebinde bis hin zum Recycling bei Kruschitz sowie dem Stand der Polymerforschung an der JKU Linz. In der anschließenden Podiumsdiskussion erörterten neben Firmenvertretern auch Sektionschef Holzer aus dem Nachhaltigkeitsministerium, NR Schmuckenschlager als Vorsitzender des Umweltausschusses sowie Conrad Seidl als Medienvertreter ihre Sichtweisen zur Kreislaufwirtschaft.

„Ohne Kunststoff ist ein Leben, wie wir es heute führen, nicht vorstellbar. Kunststoff hat sich im letzten Jahrhundert in vielen Lebensbereichen als die beste Materialalternative herausgestellt. Dieser Werkstoff verdient eine faire und ganzheitliche Betrachtung“, forderte Hubert Culik, Obmann des Fachverbandes der Chemischen Industrie in seiner Begrüßungsrede.

Alle Firmenvertreter waren sich einig, mit ihrem Know-how über Materialeigenschaften viel zur Kreislaufwirtschaft beitragen zu können, betonten aber, dass für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft die gesamte Wertschöpfungskette zusammenarbeiten muss und zeigten erfolgreiche Beispiele von gelungenen Projekten.

Es reicht auch nicht, wenn die Firmen  den Gedanken der Kreislaufwirtschaft verfolgen, sondern auch Kunden und Konsumenten müssen hierfür ein Bewusstsein entwickeln, um etwa Abfüllstationen zu ermöglichen oder Produkte in Verpackungen aus Rezyklaten bewusst zu kaufen.

„Umweltschutz fängt bei uns an“

Einig waren sich alle Diskutanten und Vortragenden, dass Umweltschutz in der Verantwortung jedes Einzelnen liegt. Sektionschef Holzer vom Nachhaltigkeitsministerium betonte, dass Österreich europäischer Spitzenreiter in der Abfallverwertung ist. Eine Ausrede sich auszuruhen sei das aber noch lange nicht. „Die EU hat zwar nur einen kleinen Beitrag am Marine Litter, darf das aber nicht als Grund sehen, nichts dagegen zu tun“. Gerade Maßnahmen, die das Problembewusstsein der Menschen schärfen, sollten vorrangig gesetzt werden.

Wenn wir schon recyceln können, warum wird nicht mehr Rezyklat eingesetzt?

Recycling kann nur funktionieren, wenn Qualität und Preis stimmen. Aktuell kann Rezyklat qualitativ und auch preislich oft nicht mit Neuware mithalten. Hier ist noch viel Forschung notwendig, wie sie etwa an der Johann Kepler Universität in Linz mit dem Projekt „LIT Factory“ betrieben wird. Mittels Digitalisierung sollen Daten im Produktionsprozess erhoben und ausgewertet werden, um chargenmäßig gleichbleibende Qualität von Rezyklat garantieren zu können.

Auch fehlende Lebensmittelzulassungen von Rezyklatverpackungen stellen noch eine große Hürde auf dem Weg von der linearen zur Kreislaufwirtschaft dar. Momentan ist im Wesentlichen nur PET-Rezyklat für Lebensmittelverpackungen erlaubt.

Ist Biokunststoff vielleicht die Lösung?

Nach Sektionschef Holzer muss man das Thema biogene Kunststoffe differenziert betrachten, denn wenn Rohstoffe aus Übersee kommen, ist der ökologische Fußabdruck mitunter größer als bei herkömmlichen Kunststoff. Eine weitere Problematik von Biokunststoff stellt die fälschliche Annahme dar, man könne diesen auf dem Kompost entsorgen. Denn biobasierter Kunststoff ist nicht automatisch biologisch abbaubar. Hingegen existieren auch herkömmliche Kunststoffarten, die diese Eigenschaft sehr wohl besitzen.

Warum ist die öffentliche Wahrnehmung in Hinblick auf Kunststoff so negativ?

„Kunststoffinnovationen sind für Leser nicht annähernd so spannend wie Naturkatastrophen“, ist die ernüchternde Conclusio des Journalisten Conrad Seidl vom Standard. Gerade in sozialen Netzwerken verbreiten sich Informationen besonders gut, wenn sie negative Emotionen wecken. Aber auch Qualitätsmedien können nicht an diesen Trends vorbeischreiben. In diesem Umfeld sei es auch für die Politik schwierig, nachhaltige Maßnahmen zu setzen, bedauert der Nationalratsabgeordnete Johannes Schmuckenschlager. So sehen die meisten Teilnehmer der Podiumsdiskussion auch das Einweg-Plastik-Verbot lediglich als Maßnahme zur Beruhigung, die am Ziel vorbeischießt und das Problem nicht an der Wurzel packt.

Die Unterlagen zur Veranstaltung finden Sie unter diesem Link.

Österreichische Kunststoffverarbeitung auf Wachstumskurs

Die österreichische kunststoffverarbeitende Industrie konnte im Jahr 2017 ihren Umsatz um 3,5 Prozent ausweiten. Gegenüber dem Jahr 2016 zeigt dies ein deutliches Anspringen der Konjunktur und war konform mit der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung.
 
„Die Branche erlebt gerade einen erfreulichen Aufwind“, kommentiert Helmut Schwarzl, Obmann der österreichischen Kunststoff verarbeitenden Industrie, die aktuellen vom Fachverband erhobenen Zahlen.
Den Produktionswert kurbelten vor allem technische Artikel und Verpackungen an, die um 6 bzw. 4,5 Prozent zulegen konnten. Bauprodukte verbesserten sich um plus 2 Prozent.
Die Ausfuhren an Kunststoffwaren liefen 2017 in etwa analog zur Produktion. Die Exporte stiegen um ca. 3 Prozent auf 3,9 Mrd. Euro. Dem standen Einfuhren in der Höhe von 3,4 Mrd. gegenüber. Die österreichische Kunststoffverarbeitung erwirtschaftete damit einen Handelsüberschuss von rund einer halben Milliarde Euro.
Der Mitarbeiterstand konnte auf rund 27.500 Beschäftigte leicht ausgeweitet werden.
Hohe Auftragsbestände – vor allem aus dem Ausland – und niedrige Fertigwarenlager lassen aus Sicht des FCIO erwarten, dass die Kunststoffverarbeitung in Österreich auch im Jahr 2018 weiter gut laufen wird.
Die große Herausforderung der nächsten Jahre für die Kunststoff verarbeitende Industrie Österreichs werde die Umsetzung der Plastics Strategy der EU sein. „Die österreichische Kunststoffindustrie begrüßt dieses Vorhaben der Kommission, mit dem die Umweltperformance von Kunststoffen optimiert werden soll“, so Schwarzl. „Wir sehen darin die Möglichkeit, nachhaltige Lösungen zu entwickeln und dabei Wettbewerbsvorteile lukrieren zu können.“ Die Branche lehne aber das damit oft einhergehende Kunststoff-Bashing ab. „Kunststoffprodukte werden hergestellt, weil sie dem Konsumenten großen Nutzen bringen, was wieder ins Bewusstsein gebracht werden muss.“
Kunststoffverpackungen etwa sorgen dafür, dass Lebensmittel länger haltbar und genießbar sind und Lebensmittelabfälle reduziert werden können. Gleichzeitig werden durch das geringe Gewicht Transportkosten deutlich reduziert. „Man darf Kunststoff nicht bloß in seiner allerletzten Lebensphase beurteilen. Bei einer gesamtheitlichen Betrachtung ergeben sich oft erhebliche Nutzeffekte, die die Belastung in einem einzelnen Aspekt bei weitem überwiegen“, so Schwarzl. Anstatt den wichtigsten Werkstoff der Welt negativ zu besetzen, gelte es, das Abfallmanagement in anderen Ländern an das in Österreich heranzuführen.

Österreichische Kunststoffindustrie bewertet Plastics Strategy positiv

17.01.2018 - Die österreichische Kunststoffindustrie begrüßt die Vorhaben aus der gestern veröffentlichten EU Kunststoff-Strategie. 

Damit liegen die Ziele der Europäischen Kommission, über die in den letzten Monaten viel diskutiert wurde, klar auf dem Tisch. „Kunststoff ist der am meisten verwendete Werkstoff der Welt. Wir alle arbeiten an einer nachhaltigen und innovativen Kunststoffindustrie, die einerseits Umweltbelastungen minimiert und andererseits international wettbewerbsfähig ist. Dafür ist es notwendig, dass alle Stakeholder an einem Strang ziehen“, kommentiert Helmut Schwarzl, Obmann der Berufsgruppe Kunststoffindustrie die Ziele der EU-Kommission.

So wird Nachhaltigkeit vielfach in der Kunststoffbranche bereits jetzt gelebt. Dies zeigt sich etwa darin, dass die Industrie mit der gemeinsamen Initiative von Umweltministerium und Fachverband, dem Pakt „Zero Pellet Loss“, erfolgreich Maßnahmen zur Reduktion von Kunststoff in Gewässern umgesetzt hat.

Nachhaltiges Wirtschaften braucht richtige Rahmenbedingungen
„Um die ambitionierten Ziele der Strategie umzusetzen, braucht es nun praxistaugliche Lösungen und auch die technische Machbarkeit darf nicht aus den Augen verloren werden“, fordert Schwarzl für die Umsetzung. Beispielsweise muss man für die in der Strategie vorgesehene Erhöhung der Recyclingquoten erst den geeigneten Rechtsrahmen schaffen und die vorhandenen administrativen Hindernisse beseitigen. Außerdem gilt es, Anreize für Investitionen und Innovationen zu bieten, um Recyclingtechnologien für neue Kunststofftypen wie etwa Kunststoffe aus biobasierten Rohstoffen entwickeln zu können.

Bekämpfung von Marine Litter erfordert globale Maßnahmen
Vielen Umweltproblemen, die in anderen Ländern bestehen, begegnet man in Österreich bereits sehr effektiv: Eine Deponierung von Kunststoffabfällen ist schon lange verboten und ein ausgereiftes Extended Producer Responsibility System für Verpackungen sorgt mit 58 Prozent für die dritthöchsten Recyclingraten in der EU. „Daher begrüßen wir den Ansatz der Kommission, Marine Litter global zu bekämpfen“, so Schwarzl. Über 80 Prozent des Kunststoffeintrags in die Meere stammen aus Asien. „Hier gilt es, diese Länder zu unterstützen, funktionierende Abfallwirtschaftssysteme aufzubauen.“

Bioplastik ist nur bei positiver Ökobilanz wirklich bio
Wichtig ist Schwarzl auch die Unterscheidung zwischen Bio-Kunststoff und biologisch abbaubarem Kunststoff: „Der Begriff „Bio-Plastik“ ist für Konsumenten oft irreführend, da er sich lediglich auf den Rohstoff bezieht und keinesfalls mit Kompostierbarkeit einhergeht.“  Und selbst wenn Kompostierbarkeit gegeben ist, ist damit meist nur jene in industriellen Anlagen gemeint und nicht im eigenen Garten oder gar von achtlos in der Natur weggeworfenen Müll. Der Umstieg auf andere Rohstoffquellen oder Werkstoffe ist nur dann sinnvoll, wenn die Ökobilanz tatsächlich positiv ausfällt. Dafür muss der Ressourcenverbrauch beim gesamten Produktlebenszyklus betrachtet werden: Vom Anbau bei Bio-Kunststoffen bis zum Materialeinsatz beispielsweise bei Papiersackerln, der für die gleiche Reißfestigkeit doppelt so hoch ist. „Sonst ist gut gemeint das Gegenteil von gut gemacht“, so Schwarzl abschließend.

Österreichs Kunststofferzeuger und –verarbeiter setzten 2016 Produkte im Wert von 7,3 Mrd. Euro ab und hielten damit einen Anteil von ca. 7 Prozent an der Industrieproduktion. Mit Forschungsausgaben von 194 Millionen Euro im Jahr 2015 gehört die Kunststoffbranche zu den forschungseifrigsten.

Die österreichische Kunststoffindustrie begrüßt die Vorhaben aus der gestern veröffentlichten EU Kunststoff-Strategie. Damit liegen die Ziele der Europäischen Kommission, über die in den letzten Monaten viel diskutiert wurde, klar auf dem Tisch. „Kunststoff ist der am meisten verwendete Werkstoff der Welt. Wir alle arbeiten an einer nachhaltigen und innovativen Kunststoffindustrie, die einerseits Umweltbelastungen minimiert und andererseits international wettbewerbsfähig ist. Dafür ist es notwendig, dass alle Stakeholder an einem Strang ziehen“, kommentiert Helmut Schwarzl, Obmann der Berufsgruppe Kunststoffindustrie die Ziele der EU-Kommission.

So wird Nachhaltigkeit vielfach in der Kunststoffbranche bereits jetzt gelebt. Dies zeigt sich etwa darin, dass die Industrie mit der gemeinsamen Initiative von Umweltministerium und Fachverband, dem Pakt „Zero Pellet Loss“, erfolgreich Maßnahmen zur Reduktion von Kunststoff in Gewässern umgesetzt hat.

Nachhaltiges Wirtschaften braucht richtige Rahmenbedingungen
„Um die ambitionierten Ziele der Strategie umzusetzen, braucht es nun praxistaugliche Lösungen und auch die technische Machbarkeit darf nicht aus den Augen verloren werden“, fordert Schwarzl für die Umsetzung. Beispielsweise muss man für die in der Strategie vorgesehene Erhöhung der Recyclingquoten erst den geeigneten Rechtsrahmen schaffen und die vorhandenen administrativen Hindernisse beseitigen. Außerdem gilt es, Anreize für Investitionen und Innovationen zu bieten, um Recyclingtechnologien für neue Kunststofftypen wie etwa Kunststoffe aus biobasierten Rohstoffen entwickeln zu können.

Bekämpfung von Marine Litter erfordert globale Maßnahmen
Vielen Umweltproblemen, die in anderen Ländern bestehen, begegnet man in Österreich bereits sehr effektiv: Eine Deponierung von Kunststoffabfällen ist schon lange verboten und ein ausgereiftes Extended Producer Responsibility System für Verpackungen sorgt mit 58 Prozent für die dritthöchsten Recyclingraten in der EU. „Daher begrüßen wir den Ansatz der Kommission, Marine Litter global zu bekämpfen“, so Schwarzl. Über 80 Prozent des Kunststoffeintrags in die Meere stammen aus Asien. „Hier gilt es, diese Länder zu unterstützen, funktionierende Abfallwirtschaftssysteme aufzubauen.“

Bioplastik ist nur bei positiver Ökobilanz wirklich bio
Wichtig ist Schwarzl auch die Unterscheidung zwischen Bio-Kunststoff und biologisch abbaubarem Kunststoff: „Der Begriff „Bio-Plastik“ ist für Konsumenten oft irreführend, da er sich lediglich auf den Rohstoff bezieht und keinesfalls mit Kompostierbarkeit einhergeht.“  Und selbst wenn Kompostierbarkeit gegeben ist, ist damit meist nur jene in industriellen Anlagen gemeint und nicht im eigenen Garten oder gar von achtlos in der Natur weggeworfenen Müll. Der Umstieg auf andere Rohstoffquellen oder Werkstoffe ist nur dann sinnvoll, wenn die Ökobilanz tatsächlich positiv ausfällt. Dafür muss der Ressourcenverbrauch beim gesamten Produktlebenszyklus betrachtet werden: Vom Anbau bei Bio-Kunststoffen bis zum Materialeinsatz beispielsweise bei Papiersackerln, der für die gleiche Reißfestigkeit doppelt so hoch ist. „Sonst ist gut gemeint das Gegenteil von gut gemacht“, so Schwarzl abschließend.

Österreichs Kunststofferzeuger und –verarbeiter setzten 2016 Produkte im Wert von 7,3 Mrd. Euro ab und hielten damit einen Anteil von ca. 7 Prozent an der Industrieproduktion. Mit Forschungsausgaben von 194 Millionen Euro im Jahr 2015 gehört die Kunststoffbranche zu den forschungseifrigsten.

Biokunststoffe als nachhaltige Zukunftslösung?

05.12.2017 - Wo an Kunststoffen aus biogenen Rohstoffen bereits überall geforscht wird, zeigte der dritte Stakeholderdialog Biobased Industry, der vom BMVIT in Kooperation mit dem Fachverband der Chemischen Industrie am Montag veranstaltet wurde, in beeindruckender Weise. Rotorblätter aus Hanffasern, Lignin als Polystyrolersatz, Verpackungen aus Lebensmittelabfällen, Folien aus Cellulose – den Möglichkeiten von biobasierten Kunststoffen scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. Oder doch? 

„Will man auf Erdöl als Rohstoff verzichten, so kommt automatisch die Frage auf, ob es überhaupt genug Biomasse gibt, um es zu ersetzen“, erklärt Hubert Culik, Obmann des Fachverbandes der Chemischen Industrie in seiner Eröffnungsrede. „Die höchste Wertschöpfung kann nur durch kaskadische Nutzung von biogenen Rohstoffen erzielt werden.“ So lange sich etwa Kunststoff recyceln lässt, sollte dies gemacht werden. Erst wenn es technisch nicht mehr möglich ist, das Produkt wiederzuverwerten, sollte es für die Energiegewinnung genutzt werden. 

KommR Ing. Hubert Culik, Obmann des FCIO

KommR Ing. Hubert Culik, Obmann des FCIO

Zu diesem Schluss kommt auch Johan Sanders von der Wageningen University in seiner Keynote. Er errechnete für Biomasse, die als Grundlage für chemische Bausteine diente, den zehnfachen Wert von Biomasse, die lediglich zur Energiegewinnung herangezogen wird. 

Das Argument, dass Erdöl ein wesentlich billigerer Rohstoff ist und zahlreiche Branchen darum aus wirtschaftlichen Gründen daran festhalten müssen, lässt Sanders so nicht gelten. Denn in der Rechnung muss auch der Kapitaleinsatz, der für den hohen Energiebedarf bei petrochemischen Prozessen getätigt werden muss, sowie der Verlust beim Wärmeaustausch berücksichtigt werden. In seiner ganzheitlichen Betrachtung sind bereits jetzt zahlreiche Produkte aus biobasierten Rohstoffen durchaus mit denen aus Erdöl konkurrenzfähig. 

Culik wies auch darauf hin, dass die Effizienz in der Verwendung von biogenen Rohstoffen verbessert werden muss. „So, wie man früher bei der Schlachtung eines Tieres jeden Teil als wertvoll und verwendbar betrachtet hat, so müssen wir auch heute mit der verfügbaren Biomasse umgehen.“ Sanders bestätigte diese Aussage mit der Rechnung, dass eine kleine Bioraffinierie bei der Energieerzeugung einen Wert von 45 Euro pro Tonne Biomasse ermöglicht und weitere 200 Euro pro Tonne, wenn etwa aus dem Rapsschrot Protein, Aminosäuren, Lignocellulose, Phosphor, Fasern und Tierfutter gewonnen wird.  

Doch die Verfügbarkeit des Rohstoffes ist nicht die einzige Frage, die sich Unternehmen stellen, wenn sie biogenen Kunststoff erzeugen wollen. So zeigte das Umweltbundesamt mit dem „Szenario 2050“ - einem Projekt, das sich mit der Herausforderung beschäftigt, alle Kunststoffe in der EU im Jahr 2050 biobasiert zu produzieren -, dass sich im diesem Bereich noch erheblicher Forschungsbedarf befindet. Zwar wurden für viele herkömmliche Kunststoffarten bereits Ersatzwerkstoffe auf Biobasis gefunden, die industrielle Fertigung steckt aber noch in den Kinderschuhen. 

Außerdem ist bei vielen biobasierten Kunststoffen derzeit ein Recycling technisch nicht möglich, was die kaskadische Nutzung einschränkt. 

Auch sind die Eigenschaften der neuen biogenen Kunststoffe meist nicht mit jenen ihrer Vorgänger zu vergleichen. Bettina Schrenk von greiner packaging wies darauf hin, dass biobasierte Kunststoffe nicht auf bestehenden Anlagen verarbeitet werden können und hier hohe Investitionen getätigt werden müssen. Schrenk räumte auch mit dem Irrglauben auf, dass Kunststoffe aus biogenen Rohstoffen automatisch biologisch abbaubar sind. Denn genauso wie bei Kunststoffen auf Erdölbasis entscheidet hier die chemische Zusammensetzung über diese Eigenschaft und nicht der verwendete Rohstoff. 

Die chemische Industrie versteht sich als Motor, wenn es darum geht, Strategien und Konzepte für die Produktion mit nachwachsenden Rohstoffen zu finden. Darum forscht man intensiv nach völlig neuartigen Verfahren und Materialien, die den Kunden maßgeschneiderte Produkte und Lösungen bieten und ist zuversichtlich, Lösungen für die aktuellen Fragestellungen zu finden. „Der Gesetzgeber ist hier gefragt, mit Anreizen anstatt mit gesetzlichen Vorgaben für das richtige Umfeld für weitere Innovationen und Fortschritte zu sorgen“, so Hubert Culik. 

Der Besucherrekord von 130 Teilnehmern zeigte das deutliche Interesse für das vielschichtige Thema „Biobased Industry“. An einer Weiterführung der Veranstaltung wird bereits gearbeitet. 

Der Innovation Day Kunststoff war ein voller Erfolg

09.11.2017 - Die Veranstaltung bot den Besuchern vielfältige Einblicke in die Innovationskraft der Kunststoffbranche. So begeisterte das Unternehmen Fries Kunststofftechnik mit dem Werkstückträgersystem tech-rack variogrid nicht nur das Publikum, sondern auch schon im Vorfeld die Jury beim Worldstar for Packaging Award 2017. 

Werner Gruber, Sylvia Hofinger (GF FCIO),  Helmut Schwarzl (Obmann der kunststoffverarbeitenden Industrie)

Werner Gruber, Sylvia Hofinger (GF FCIO), Helmut Schwarzl (Obmann der kunststoffverarbeitenden Industrie)

Semperit präsentierte einen Elastomerbauteil, dank dessen der Schalldruck eines vorbeifahrenden Zuges halbiert werden kann. Für wen extraterrestrische Gewächshäuser nach Zukunftsmusik klangen, der wurde eines Besseren belehrt: Ebensolche mit Platten aus dem österreichischen Werkstoff ZELLAMID® 1500 X werden im kommenden Jahr mit Tomatenpflanzen 600 Kilometer von der Erde entfernt eingesetzt. Der Rohrspezialist Poloplast zeigte, dass Rohr nicht gleich Rohr ist und zum Beispiel bei der Verbindungstechnik noch Fortschritte möglich sind. Dass man nicht immer glauben soll, dass es nicht mehr besser geht, hat auch das Unternehmen Sunpor bewiesen, das durch das Beimengen von Grafit die Dämmleistung von EPS-Kunststoffen um 25 Prozent verbessern konnte.

Borealis arbeitet an der Rezyklierbarkeit von Verpackungsmaterial und an hochwertigen Kabeln, die den Transport von erneuerbaren Energien revolutionieren sollen.  

Das Unternehmen Greiner T&I verdeutlichte die Gradwanderung zwischen innovativ und effizient, die bei Fehltritten die Zukunft einer Firma negativ beeinflussen kann. 

Für Auflockerung sorgten Werner Gruber mit seiner humorvollen Keynote und Prof. Nuno Maulide, der am Klavier faszinierende Zusammenhänge zwischen Wissenschaft, Kunststoff und Musik erläuterte. 

 

 

Hier finden Sie die Presseaussendung des FCIO.

Fries Kunststofftechnik GmbH gewinnt Packaging Worldstar Preis

13.12.2016 - Nachdem sie vor wenigen Wochen zum  „Staatspreis Smart Packaging“ in der Kategorie „B2B“ nominiert worden ist, hat Fries Kunststofftechnik nun einen weiteren Erfolg zu verzeichnen.

Mit ihrer tech-rack variogrid - Mehrwegverpackung für die Industrie hat Fries auch den Worldstar 2017 der World Packaging Organisation WPO gewonnen.  

  

Wir gratulieren unserer Mitgliedsfirma! 

Helmut Schwarzl neuer Obmann der kunststoffverarbeitenden Industrie

14.10.2015 - Der Geschäftsführer der Geberit Produktions GmbH & Co KG, DI Helmut Schwarzl, wurde in der konstituierenden Sitzung zum neuen Obmann der kunststoffverarbeitenden Industrie gewählt. Schwarzl folgt damit Thomas Rhomberg nach, der nach 10 Jahren engagierter Obmannschaft die Funktion in jüngere Hände gibt. 

Schwarzl übernimmt eine Branche, die sich auch in schwierigem wirtschaftlichen Umfeld dynamisch entwickelt. Seit 2000 hat die kunststoffverarbeitende Industrie um 74,6 % in der Produktion und um 18 % bei der Beschäftigung zugelegt und liegt damit deutlich besser als die Industrie insgesamt (61,6 % bei der Produktion, 0,8 % bei den Mitarbeitern).  

Trotz Turbulenzen weiter Zuwachs  

Auch 2015 konnte die Kunststoffverarbeitung entgegen dem allgemeinen Trend im ersten Halbjahr die Produktion um 4,2 % ausweiten und rechnet auch für das Gesamtjahr mit einem Zuwachs. Dies trotz starker Turbulenzen bei Rohstoffpreisen und -versorgung. 

Helmut Schwarzl, der neue Obmann der kunststoffverarbeitenden Industrie (credit: felix büchle photography)

Helmut Schwarzl, der neue Obmann der kunststoffverarbeitenden Industrie (credit: felix büchle photography)

„Damit die kunststoffverarbeitende Industrie sich weiter positiv entwickeln und zum Wohlstand des Landes beitragen kann, bedarf es aber der passenden regulatorischen Rahmenbedingungen. Hier ist weniger meist mehr“, spricht sich Schwarzl für einen schlanken, effizienten Staat aus. „Wichtig ist auch ein Kunststoff-freundliches Klima in Österreich“ ergänzt Schwarzl und kündigt an sich für eine positive Wahrnehmung der Branche in Österreich einzusetzen. 

Blick hinter die Kulissen der Firma Fries

02.10.2015 - In der Sendereihe "Blickpunkt Industrie" warf Ländle TV einen Blick hinter die Kulissen der Firma Getzner Werkstoffe GmbH. 

Blick hinter die Kulissen der Firma Getzner Werkstoffe

02.10.2015 - In der Sendereihe "Blickpunkt Industrie" warf Ländle TV einen Blick hinter die Kulissen der Firma Getzner Werkstoffe GmbH. 

Kunststoffverarbeiter-Organisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz tagten in Potsdam

07.09.2015 - Die Organisationen der Kunststoff verarbeitenden Industrie Deutschlands, Österreichs und der Schweiz    

haben am 27. und 28. August in Potsdam ihre diesjährige Dreiländertagung abgehalten.

Die Branchenvertreter nutzen die Tagung zu einem Gedankenaustausch zu aktuellen Themen der Branche. Im Mittelpunkt der Beratungen standen unter anderem die Rohstoffversorgung, der Umgang mit Kunststoffabfällen sowie die Auswirkung der demografischen Entwicklung auf die Versorgung der Branche mit Fachkräften.  

Als prominenten Gast konnten die Tagungsteilnehmer den Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, MdL begrüßen. Der Ministerpräsident erörterte mit den Repräsentanten der Kunststoff verarbeitenden Industrie die Auswirkungen der Energiewende auf die Industrie und Aktivitäten zur Sicherung der Ausbildungsfähigkeit von Schulabgängern. Weiterhin besuchten die Tagungsteilnehmer den Landtag Brandenburg und wurden dort von Landtagspräsidentin Britta Stark, MdL herzlich begrüßt. Frau Stark erinnerte daran, dass einer der ersten industriell produzierten Kunststoffe, das Bakelit, seit dem Jahr 1909 in der brandenburgischen Stadt Erkner hergestellt wurde und das Land Brandenburg somit über eine historische Verbindung mit der Kunststoff-Branche verfügt. 

 

Pakt "Zero Pellet Loss"

Am 12. März 2015 haben sich 21 Unternehmen der Kunststoffbranche dazu verpflichtet, Verluste von Kunststoff-Rohstoff durch Optimierungsprozesse und breit angelegte Informationskampagnen zu minimieren. Diese Verpflichtung, die 10 Maßnahmen umfasst, wurde mit dem BMLFUW in dem Pakt "Zero Pellet Loss" besiegelt.

Kunststoffindustrie und Umweltminister starten „Zero Pellet Loss“-Initiative 

Die Kunststofffracht der Donau ist deutlich geringer als ursprünglich vermutet. Das ergab eine Studie des Umweltbundesamtes, die heute von Umweltminister Rupprechter präsentiert wurde. Im Durchschnitt gelangen in Österreich rund 5 bis 7 Kilogramm Kunststoffrohstoff aus Betrieben täglich in die Donau.

Mittels einer verbesserten Messmethode, bei der der gesamte Flussquerschnitt in Breite und Tiefe untersucht wurde, wurde ermittelt, dass Kunststoffverluste aus der Industrie (sogenannte "Kunststoffpellets") mit etwa 10 Prozent zur Kunststofffracht der Donau beitragen, 90 Prozent stammen aus nicht-industriellen Quellen, wie z.B. achtlos weggeworfenem Kunststoffmüll ("Litter"). In Summe geht die Studie von einer Menge von 40 Tonnen Kunststofffracht pro Jahr aus. 

BM Rupprechter und DI Helmut Schwarzl unterzeichnen den Zero-Pellet-Loss-Pakt  Foto: BMLFUW/Florian Köfler

BM Rupprechter und DI Helmut Schwarzl unterzeichnen den Zero-Pellet-Loss-Pakt Foto: BMLFUW/Florian Köfler

"Selbst wenn diese Menge bei jährlich in Österreich hergestellten und verarbeiteten 1,85 Millionen Tonnen einen geringen Anteil darstellt, sind auch fünf Kilogramm noch immer zu viel. Denn Kunststoff hat in der Donau nichts verloren", betont Helmut Schwarzl, Vertreter der kunststoffverarbeitenden Unternehmen im Fachverband der Chemischen Industrie der WKÖ. 

Deshalb hat die Branche gemeinsam mit dem Ministerium eine "Zero-Pellet-Loss"-Initiative ins Leben gerufen. Mit dieser Initiative, bei dem sich die teilnehmenden Firmen zur Umsetzung eines 10-Punkte-Programms verpflichten, soll der Eintrag der Kunststoffindustrie auf unter ein Kilogramm gesenkt werden. Binnen weniger Tage haben sich bereits 20 Firmen dem Pakt angeschlossen. Diese decken rund 80 Prozent der verarbeiteten Gesamtmenge ab. "Unsere Industrie ist sich ihrer Verantwortung bewusst. Ich bin überzeugt, dass wir den Anteil der repräsentierten Produktionsmenge in den kommenden Wochen noch auf über 90 Prozent steigern werden", meint Schwarzl. 

Im Bereich Kosmetik wurde ebenfalls ein wichtiger Schritt gesetzt:  

 Die Unternehmen haben sich freiwillig zu einem gänzlichen Verzicht auf Mikroplastikpartikel in Kosmetikartikeln verpflichtet.  

 "Die Industrie kann das Problem nicht alleine lösen, sie ist aber entschlossen, ihren Beitrag dazu zu leisten", so Schwarzl.  

Bachelorstudium Verpackungstechnologie

Im Herbst 2015 startete das Bachelorstudium Verpackungstechnologie an der FH Campus Wien. 

Dieses für Österreich neue und einzigartige Studium wurde gemeinsam mit namhaften Unternehmen aus der Verpackungsindustrie entwickelt. Ziel ist es, eine fundierte materialübergreifende Ausbildung zu bieten, die mit einer umfassenden Wirtschaftsausbildung kombiniert wird.  

Für Berufstätige mit einer (technischen) Ausbildung auf Maturaniveau bzw. Absolventen Berufsbildender Mittlerer Schulen mit relevanter beruflicher Qualifikation stellt das Studium der Verpackungstechnologie eine hervorragende Zusatzqualifikation dar. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Bereichen Produktion, Verpackungsentwicklung und Design, Qualitätsmanagement und Management. Dieses Studium wird vom Fachverband der chemischen Industrie unterstützt. 

Die Eckdaten: 

  • Berufsbegleitendes Studium 
  • Fünf Präsenzblöcke pro Semester (jeweils Donnerstag bis Samstag ganztägig) gekoppelt mit Fernlehrelementen 
  • Praxisnahe Ausbildung mit Vortragenden aus der Wirtschaft 
  • Die Studiendauer beträgt sechs Semester 

Näheres entnehmen Sie bitte den beiliegenden Unterlagen. 

Staatspreis Smart Packaging geht an Greiner Packaging GmbH

13.11.2014 - Bei der diesjährigen Staatspreisverleihung (Staatspreis Smart Packaging des Wirtschafts- und Umweltministeriums) erhielt Greiner Packaging GmbH den Sonderpreis Innovation für eine Verpackung für Kontaktlinsenflüssigkeit mit darin integriertem Behälter für die Aufbewahrung und Reinigung der Kontaktlinsen. 

13.11.2014 - Bei der diesjährigen Staatspreisverleihung (Staatspreis Smart Packaging des Wirtschafts- und des Umweltministeriums) erhielt Greiner Packaging GmbH den Sonderpreis Innovation für eine Verpackung für Kontaktlinsenflüssigkeit mit darin integriertem Behälter für die Aufbewahrung und Reinigung der Kontaktlinsen. Das durchdachte Konzept – alles in einem verstaut, einfache Handhabung, bestehende Behälter können weiter verwendet werden – überzeugte die Jury voll und ganz.  

Kunststoff erwies sich damit wieder als Material mit größtem Innovationspotential.