Nachhaltigkeit als forstwirtschaftliche Anforderung

Das Wort Nachhaltigkeit ist in aller Munde: Ein Begriff mit dem sich jeder anscheinend ohne Schwierigkeiten identifizieren kann und der sich in Regierungsprogrammen ebenso findet wie in Unternehmensleitbildern und Produktbeschreibungen. 

Was verbirgt sich hinter diesem Schlagwort eigentlich, woher kommt der Begriff, und was bedeutet Nachhaltigkeit für unser Handeln?

Der Begriff Nachhaltigkeit stammt aus der Forstwirtschaft und geht bis ins 16. Jahrhundert zurück. In dieser ursprünglichen Bedeutung von Nachhaltigkeit geht es um die Erhaltung des Produktionsmittels Wald durch die Begrenzung der Holzentnahme in Form von Brennholz.

Dem Überleben des Systems Wald wird der Vorrang vor dem Wohlergehen des Einzelnen eingeräumt.
Noch heute bedeutet Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft, dass sich der Einschlag nicht primär an den Bedürfnissen der Besitzer und Konsumenten orientieren soll, sondern an der Leistungsfähigkeit des Waldes. Die Leistungsfähigkeit des Waldes beschränkt sich dabei nicht nur auf einen konstanten Holzvorrat, sondern dazu zählen auch seine Gesundheit, seine Schutzfunktionen und das Heranwachsen von jungen Bäumen.

Was so einleuchtend klingt, ist in der Praxis schwierig, wenn es darum geht, mit Rücksicht auf die Reproduktion des Waldes, ein richtiges Maß der Nutzung festzulegen. 

Das System Wald ist komplex und dynamisch. Seine Reproduktion erfolgt in langen Zeiträumen und wird von vielen Faktoren bestimmt (Bodenqualität, vorhandene Baumarten, Klima, Höhenlage, Niederschläge Emissionen usw.), über deren Bedeutung und gegenseitige Beeinflussung noch lange nicht alles bekannt ist. Aufgrund der langen Zeiträume erfordert Nachhaltigkeit einen Generationenvertrag, denn der Ertrag von Investitionen in die Pflanzung und die Pflege des Waldes wird nie den Personen zugute kommen, die sie tätigen. 

In der Praxis konnte das in der Forstwirtschaft schon so lange bekannte Prinzip der Nachhaltigkeit den weltweiten Raubbau an Wäldern nicht verhindern. Auch in Europa setzten Erfolge erst ein, als durch die Nutzung von Kohle und später Öl die Nachfrage nach Brennholz zurückging.

Innovation Day Kunststoff

SAVE THE DATE
Innovation Day Kunststoff
am Mittwoch, den 8. November 2017, von 10.00 - 16.00 Uhr
Wirtschaftskammer Österreich / Saal 2
Wiedner Hauptstraße 63, 1040 Wien

Kunststoff ist als Werkstoff aus unserer heutigen Welt nicht mehr wegzudenken. Seine Vorteile werden nicht nur bei Verpackungen genutzt, sondern auch beim Automobil- oder Flugzeugbau, in der Medizintechnik, im Bausektor, bei Sportgeräten, in der Elektronikbranche und in vielen weiteren Anwendungsfeldern. Durch ständige Forschung und Weiterentwicklung wurde aus dem noch recht jungen Werkstoff ein wahrer Alleskönner und durch moderne Herstellungsverfahren und Verarbeitungsstandards ein Material, das für nachhaltiges Wirtschaften steht.

Der Innovation Day Kunststoff wird aktuelle Innovationen aus unterschiedlichen Bereichen der heimischen Kunststoffindustrie beleuchten und einen Einblick in die Lösungskompetenz der Branche geben.

Werner Gruber, Physiker und Direktor des Planetariums der Stadt Wien, wird die Key Note halten. Im Anschluss präsentieren österreichische Unternehmen innovative Projekte, aktuelle Lösungen und bahnbrechende Strategien aus der Forschung.

Details zum Programm folgen mit der Einladung. Wir freuen uns, wenn Sie sich bereits heute den Termin in Ihrem Kalender vormerken.

 

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Dr. Johann Pummer

05 90 900 - 3372

Pummer@fcio.at

Plastik-Fasten – ist das gut für die Umwelt?

02.05.2017 - Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen, hat im April des Jahres ihr Vorhaben 40 Tage Plastik-Fasten abgeschlossen. Sie wollte mit dem Verzicht auf Kunststoffprodukte offenbar der Umwelt Gutes tun. Ganz zog sie es ja nicht durch, denn einen sonnigen Skitag hat sie laut ihrer Facebookseite natürlich auf Plastikbretteln verbracht, wohlig warmgehalten durch Kunstfasern und Kopf und Augen geschützt von Plastikhelm und Plastiksonnenbrille. Und sie gibt auf dieser Seite auch zu, dass Kunststoffe im Automobilbau durchaus sinnvoll sind und Treibstoff sparen helfen.

Ihr Ziel war anscheinend hauptsächlich Kunststoffe in der Verpackung zu vermeiden. Hilft sie damit der Umwelt?

Die österreichische Umweltconsultingfirma „denkstatt“ hat sich in verschiedenen Arbeiten mit den Auswirkungen von Verpackungen auf die Ökologie befasst. Die Resultate dieser Untersuchungen sind für den Laien oft überraschend.

Wozu Salatgurken in Kunststoff verpacken? Diese können doch ohnehin gewaschen oder sogar geschält werden.
Nun, es gibt auch Konsumenten, die im Winter Gurken essen möchten. Die Gurken müssen dann aus dem Ausland importiert werden und befinden sich lange auf dem Transportweg. In Folie verschweißt verliert das Gemüse mit hohem Wasseranteil weniger Wasser und bleibt lange haltbar. Eine eingeschweißte Gurke kann im Kühlschrank tatsächlich bis zu einigen Wochen genießbar bleiben, nicht eingeschweißte dagegen verschrumpeln nach nur wenigen Tagen. Mit einer Polyethylen-Folie kann der Abfall schlecht gewordener Gurken um die Hälfte reduziert werden und ist damit trotz des ökologischen Mülls einsetzbar.

Ein anderes Beispiel: Ein Hartkäse, der in einer Plastikschale mit Deckelfolie verpackt im Selbstbedienungsregal liegt, scheint auf den ersten Blick mehr Abfall entstehen zu lassen als unverpackte Frischware in der Vitrine.
Beim verpackten Käse verderben aber nur 0,14 % im Handel, während es in der Feinkostvitrine 5 % sind. Die Verpackung verursacht einen Mehraufwand von 28 Gramm CO2-Equivalenten, die Vermeidung des Lebensmittelabfalls dagegen 69 Gramm.

Ein Hefezopf, der in einer Kunststofffolie statt in einem Papierbeutel mit Sichtfenster verpackt ist, spart nicht nur 12 Gramm CO2e an Verpackung, sondern auch 136 Gramm CO2e an Lebensmittelabfällen, weil die Abfallquote im Handel von 11 % auf 0,8 % sinkt. Ähnliches gilt auch für Fleisch, das in einer Vakuum-Skin-Tiefzieh-Verpackung verschweißt ist. Seine Haltbarkeit wird dadurch von 6 auf 16 Tage gesteigert und die Abfallmenge um 16 Prozentpunkte gesenkt.

Oft wird die Bedeutung von Verpackungen für die Umwelt überschätzt: Nur 1,7 % des gesamten Klimafußabdrucks der europäischen Konsumenten resultiert aus dem gesamten Verpackungsverbrauch (alle Materialien) in Haushalt und Gewerbe. Kunststoffverpackungen sind dabei für 0,6 % des durchschnittlichen Klimafußabdruckes verantwortlich. Nutzeffekte, die mindestens 5 Mal höher sind als die Emissionen aus der Produktion, sind dabei aber nicht berücksichtigt.

Schwerer wiegt da schon der Lebensmittelabfall: Weltweit werden für verschwendete Lebensmittel ca. ein Viertel der gesamten für die Landwirtschaft verwendeten Wassermenge verbraucht und schätzungsweise 8 % der weltweiten Treibhausgasemissionen ausgestoßen. Während 800 Mio. Menschen weltweit nicht genug zu essen haben, geht ein Drittel aller produzierten Lebensmittel verloren.

Umweltbewusste Kunden greifen oft zu unverpackter Ware und haben das Gefühl Ressourcen zu schonen. Jedoch hinterlassen viele verpackte Waren einen kleineren ökologischen Fußabdruck als die unverpackten Produkte, die dementsprechend schneller verderben. Geeignete Verpackungen tragen dazu bei, Lebensmittelverderb hintanzuhalten.

Auch eine Substitution von Kunststoffverpackungen durch Verpackungen aus anderen Materialien hätte durchaus unerwünschte Folgen: denkstatt hat sich auch mit den Auswirkungen von Kunststoffverpackungen auf Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen in Europa auseinandergesetzt. Das Ergebnis ihrer Untersuchungen: Werden Kunststoffverpackungen durch andere Materialien ersetzt, wäre die Masse der entsprechenden Verpackungen im Schnitt um einen Faktor 3,6 höher. Der Energieverbrauch würde um den Faktor 2,2 ansteigen und die Treibhausgase um einen Faktor 2,7 zulegen.

Fazit: Man darf (Kunststoff-)Verpackungen nicht bloß nach ihrer allerletzten Lebensphase, in der sie vielleicht unnötig erscheinen, beurteilen. Bei gesamtheitlicher Betrachtung ergeben sich oft erhebliche Nutzeffekte, die die Belastung in einem einzelnen Aspekt (als Abfall) bei weitem überwiegen. Die Frage, ob Plastik-Fasten gut für die Umwelt ist, wird man dann wohl verneinen müssen.

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Fries Kunststofftechnik GmbH gewinnt Packaging Worldstar Preis

13.12.2016 - Nachdem sie vor wenigen Wochen zum  „Staatspreis Smart Packaging“ in der Kategorie „B2B“ nominiert worden ist, hat Fries Kunststofftechnik nun einen weiteren Erfolg zu verzeichnen. Mit ihrer tech-rack variogrid - Mehrwegverpackung für die Industrie hat Fries auch den Worldstar 2017 der World Packaging Organisation WPO gewonnen.

 

Wir gratulieren unserer Mitgliedsfirma!

 

tech-rack variogrid in Kombination mit VDA-KLT Boxen

 

Reinigen - tech-rack variogrid

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Fenster-Kosten im Lebenszyklus

23. 05. 2016 - Der Österr. Arbeitskreis Kunststofffenster im Fachverband der Chemischen Industrie (ÖAKF) bietet seit kurzem ein kostenloses Excel-Tool an, das einen korrekten Vergleich von langfristigen Investitionen ermöglicht. Einfach und schnell können Bauträger, Vermieter oder private Eigner von Wohnobjekten Kostenvergleiche für neue Fenster und Türen selbst erstellen. Anschaffungspreis, Wartungsintervalle, Nutzungsdauer etc. gibt ausschließlich der Anwender ein und kann sich somit selbst ein unabhängiges Bild über die Kosten machen.

Größter Verbraucher von Energie ist laut Energiestatus Österreich (BMWFW, 2015) der Verkehr mit 33,9 %, gefolgt von der Raumheizung und Warmwasserbereitung (inkl. Kochen und Klimatisierung) mit 29,7 %.

Die thermische Sanierung von Wohn- und Bürogebäuden bietet somit das zweitgrößte Potenzial für die Einsparung von Energie (und Geld) – und zwar ohne Verzicht auf Komfort. Förderprogramme der Bundesländer bzw. des Umwelt- und Wirtschaftsministeriums unterstützen die Entscheidung zur Sanierung zusätzlich.

In den allermeisten Fällen werden Fenster dann getauscht, wenn auch die gesamte Gebäudehülle erneuert wird. Dies erfolgt bei Mehrfamilienhäusern erfahrungsgemäß etwa alle 45 Jahre. Diese Nutzungsdauer ist unabhängig vom Material der Fensterprofile – Kunststoff, Holz oder Metall.

Bei solch langen Zeiträumen spielt die Zinseszinsrechnung eine große Rolle. Erschwerend kommt hinzu, dass die genaue Gebäudestandzeit in der Regel nicht im Vorhinein feststeht. In diesem Fall verlangt die Investitionsrechnung den Vergleich auf Basis von Annuitäten, das sind rechnerische Jahreskosten, die neben Anschaffung und Umbau / Entsorgung auch Inflation, Kredittilgung und laufende Arbeiten (Instandsetzung...) beinhaltet.

Die aufwändige Berechnung erledigt das o.e. ExcelTM-Tool automatisch „im Hintergrund“. Bis zu fünf Varianten kann der Kostenrechner gleichzeitig auswerten und die Ergebnisse in graphischer Form nebeneinander zum Vergleich darstellen.

Download:  http://www.fenster.at/wirtschaftlichkeit/investitionsrechnung-ms-excel.html

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Plastiksackerl - besser als sein Ruf!

13. 5. 2016 - Schon zu Beginn der Diskussion um Plastiksackerl hat der Fachverband darauf hingewiesen, dass diese ökologisch zur unmittelbaren Konkurrenz durchaus gleichwertig, wenn nicht sogar überlegen sind.

Zu dieser Erkenntnis kommen nun auch NGOs. Lesen Sie einen interessanten Beitrag auf der Website des Ö1-Konsumentenmagazins "Help".

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Kunststoffverarbeiter-Organisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz tagten in Potsdam

 

7. 09. 2015 - Die Organisationen der Kunststoff verarbeitenden Industrie Deutschlands, Österreichs und der Schweiz

 

haben am 27. und 28. August in Potsdam ihre diesjährige Dreiländertagung abgehalten. Die Branchenvertreter nutzen die Tagung zu einem Gedankenaustausch zu aktuellen Themen der Branche. Im Mittelpunkt der Beratungen standen unter anderem die Rohstoffversorgung, der Umgang mit Kunststoffabfällen sowie die Auswirkung der demografischen Entwicklung auf die Versorgung der Branche mit Fachkräften.

 

Als prominenten Gast konnten die Tagungsteilnehmer den Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, MdL begrüßen. Der Ministerpräsident erörterte mit den Repräsentanten der Kunststoff verarbeitenden Industrie die Auswirkungen der Energiewende auf die Industrie und Aktivitäten zur Sicherung der Ausbildungsfähigkeit von Schulabgängern. Weiterhin besuchten die Tagungsteilnehmer den Landtag Brandenburg und wurden dort von Landtagspräsidentin Britta Stark, MdL herzlich begrüßt. Frau Stark erinnerte daran, dass einer der ersten industriell produzierten Kunststoffe, das Bakelit, seit dem Jahr 1909 in der brandenburgischen Stadt Erkner hergestellt wurde und das Land Brandenburg somit über eine historische Verbindung mit der Kunststoff-Branche verfügt.

 

 

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Helmut Schwarzl neuer Obmann der kunststoffverarbeitenden Industrie

14. 10. 2015 - Der Geschäftsführer der Geberit Produktions GmbH & Co KG, DI Helmut Schwarzl, wurde in der konstituierenden Sitzung zum neuen Obmann der kunststoffverarbeitenden Industrie gewählt. Schwarzl folgt damit Thomas Rhomberg nach, der nach 10 Jahren engagierter Obmannschaft die Funktion in jüngere Hände gibt.

Schwarzl übernimmt eine Branche, die sich auch in schwierigem wirtschaftlichen Umfeld dynamisch entwickelt. Seit 2000 hat die kunststoffverarbeitende Industrie um 74,6 % in der Produktion und um 18 % bei der Beschäftigung zugelegt und liegt damit deutlich besser als die Industrie insgesamt (61,6 % bei der Produktion, 0,8 % bei den Mitarbeitern).

Trotz Turbulenzen weiter Zuwachs

Auch 2015 konnte die Kunststoffverarbeitung entgegen dem allgemeinen Trend im ersten Halbjahr die Produktion um 4,2 % ausweiten und rechnet auch für das Gesamtjahr mit einem Zuwachs. Dies trotz starker Turbulenzen bei Rohstoffpreisen und -versorgung.

„Damit die kunststoffverarbeitende Industrie sich weiter positiv entwickeln und zum Wohlstand des Landes beitragen kann, bedarf es aber der passenden regulatorischen Rahmenbedingungen. Hier ist weniger meist mehr“, spricht sich Schwarzl für einen schlanken, effizienten Staat aus. „Wichtig ist auch ein Kunststoff-freundliches Klima in Österreich“ ergänzt Schwarzl und kündigt an sich für eine positive Wahrnehmung der Branche in Österreich einzusetzen.

Kunststoffverarbeitung in Österreich

Die 229 Betriebe der Kunststoffverarbeitung beschäftigen rund 25.600 Mitarbeiter. Mit einer Produktion von 5,1 Mrd. Euro stellt die Branche einen wichtigen Pfeiler der österreichischen Wirtschaft dar.

Helmut Schwarzl, der neue Obmann der kunststoffverarbeitenden Industrie (credit: felix büchle photography)

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Modell zur Ermittlung von Kunststoffabfällen in Gewässer

03.03.2016 - Rund 100 Millionen Tonnen Kunststoffabfall befinden sich in den Weltmeeren und verursachen dort Probleme für Tier und Mensch. Ein Großteil davon wird über Flüsse in die Meere transportiert. Über welche Pfade genau, und welche Einflussfaktoren vorhanden sind, kann nun mittels eines Modelles veranschaulicht und verglichen werden, das von der Consultic Marketing & Industrieberatung GmbH im Auftrag des Fachverbandes der Chemischen Industrie sowie der deutschen Verbände BKV, IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen, VDMA Kunststoff- und Gummimaschinen sowie mit Unterstützung von PlasticsEurope Deutschland erarbeitet wurde. Im ersten Schritt für die Nordsee entwickelt, kann es bei Anpassung von Modellfaktoren auf andere Regionen übertragen werden. Die dazu entwickelte Methodik berücksichtigt sowohl Kunststoffabfälle als sogenannte Makrokunststoffe sowie Mikrokunststoffe in Form kleiner Partikel. Um mehr Kenntnis über die wesentlichen Quellen für Meeresmüll von Landseite zu erlangen, wird zwischen Einträgen aus Oberflächengewässern (wie Flüssen) und küstennahen Einträgen (Strand, Häfen) differenziert. Unter Einbeziehung von europäischen Statistiken auf Basis der „NUTS-Systematik“ (europäische Klassifikation für Gebietseinheiten) werden zudem Bevölkerungsdichte und sozioökonomische Daten in den untersuchten Regionen herangezogen. So werden weitere Aufschlüsse über das Müllaufkommen bezogen auf Eintragspfade gewonnen.

Für die Betrachtung der Nordsee wurden Daten und Studien von deutschen und österreichischen Umweltbehörden, Fachverbänden, Kläranlagenbetreibern, internationalen Forschungseinrichtungen und Statistikämtern sowie Unter-nehmensberatungen einbezogen und ausgewertet. Ersten Ergebnissen zufolge stammt die überwiegende Menge der eingetragenen Kunststoffe aus nicht ordnungsgemäß entsorgten Abfällen und liegt als Makrokunststoff vor. Dominierende Eintragspfade sind mit etwa 80 Prozent des Gesamtanfalls Flüsse und die Küstenregion. Das restliche Fünftel entfällt auf Flussschiffahrt und Häfen.

Die bislang gewonnenen Erkenntnisse sollen in einem nächsten Schritt validiert und durch weitere Daten kontinuierlich ergänzt werden. Dabei werden auch Modellparameter überprüft und – falls nötig – modifiziert. Die Evaluation der Methodik wird von externen Experten begleitet.

Das Modell und das Handbuch können hier bezogen werden http://www.bkv-gmbh.de/index.php?id=983#studie-15

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Vinyl Sustainability Forum 2016

03.03.2016 - VinylPlus, die Nachhaltigkeitsinitiative der Europäischen PVC-Industrie, hält das vierte Vinyl Sustainability Forum, das am 28. April 2016 in Wien stattfindet, ab. Thema für dieses Jahr ist „Smart Vinyl für unsere Städte“. Das Forum wird diskutieren, welche Beiträge PVC zu den Bedürfnissen wachsender Städte zu leisten vermag. Vertreter aus dem akademischen Bereich, Regierungseinrichtungen, der UN, der Europäischen Kommission, Fachleute für technische Spezifikation („Specifier“) und der PVC-Industrie werden ihre Sicht der Dinge darlegen.

Das Programm sowie die Anmeldung finden Sie unter http://vinylplus.eu/uploads/vsf16/VSF_16_190216.pdf.

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Kunststoffverarbeitung 2014 mit leichtem Plus

Die ersten Monate 2014 liefen – nicht zuletzt wegen der milden Witterung, die für den Bau gut war – für die Kunststoffverarbeitung sehr stark an. Der Elan der ersten Monate ließ aber im Jahresverlauf nach. Letztlich wurde nur ein knappes Plus von 1,9 % erreicht. Der Zuwachs ist hauptsächlich auf technische Kunststoffwaren und Konsumkunststoffwaren zurückzuführen. Diese konnten wertmäßig um 10,1 % zulegen. Die anderen Bereiche waren dagegen stagnierend (Halbzeug) oder im Minus (Baubedarf -4,3 % und Verpackungen -2,4 %).

Die Impulse kamen dabei hauptsächlich aus dem Auslandsgeschäft (+3,6 %). Die Ausfuhren nach Deutschland, dem Haupthandelspartner, legten dazu mit einem Plus von 2,8 % die Basis. Gut lief auch das Geschäft mit Belgien, den Niederlanden und Tschechien, Slowakei und Ungarn. Die Exporte überwiegen klar den Import. Die Kunststoffverarbeitung leistet einen positiven Beitrag zur Handelsbilanz in Höhe von ca. 500 Millionen Euro. 25.252 Mitarbeiter waren mit Ende Dezember in der Kunststoffverarbeitung beschäftigt.

 

Wien, 28. April 2015

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In der Sendereihe "Blickpunkt Industrie" warf Ländle TV einen Blick hinter die Kulissen der Firma Fries Kunststofftechnik GmbH

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In der Sendereihe "Blickpunkt Industrie" warf Ländle TV einen Blick hinter die Kulissen der Firma Getzner Werkstoffe GmbH

In der Sendereihe "Blickpunkt Industrie" warf Ländle TV einen Blick hinter die Kulissen der Firma Getzner Werkstoffe GmbH.

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Bei der diesjährigen Staatspreisverleihung (Staatspreis Smart Packaging des Wirtschafts- und des Umweltministeriums) erhielt Greiner Packaging GmbH den Sonderpreis Innovation für eine Verpackung für Kontaktlinsenflüssigkeit mit darin integriertem Behälter für die Aufbewahrung und Reinigung der Kontaktlinsen.

Bei der diesjährigen Staatspreisverleihung (Staatspreis Smart Packaging des Wirtschafts- und des Umweltministeriums) erhielt Greiner Packaging GmbH den Sonderpreis Innovation für eine Verpackung für Kontaktlinsenflüssigkeit mit darin integriertem Behälter für die Aufbewahrung und Reinigung der Kontaktlinsen. Das durchdachte Konzept – alles in einem verstaut, einfache Handhabung, bestehende Behälter können weiter verwendet werden – überzeugte die Jury voll und ganz.

Kunststoff erwies sich damit wieder als Material mit größtem Innovationspotential.

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Im Herbst 2015 startet das Bachelorstudium Verpackungstechnologie an der FH Campus Wien.

Dieses für Österreich neue und einzigartige Studium wurde gemeinsam mit namhaften Unternehmen aus der Verpackungsindustrie entwickelt. Ziel ist es, eine fundierte materialübergreifende Ausbildung zu bieten, die mit einer umfassenden Wirtschaftsausbildung kombiniert wird.

Für Berufstätige mit einer (technischen) Ausbildung auf Maturaniveau bzw. Absolventen Berufsbildender Mittlerer Schulen mit relevanter beruflicher Qualifikation stellt das Studium der Verpackungstechnologie eine hervorragende Zusatzqualifikation dar. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Bereichen Produktion, Verpackungsentwicklung und Design, Qualitätsmanagement und Management. Dieses Studium wird vom Fachverband der chemischen Industrie unterstützt.

Die Eckdaten:

  • Berufsbegleitendes Studium
  • Fünf Präsenzblöcke pro Semester (jeweils Donnerstag bis Samstag ganztägig) gekoppelt mit Fernlehrelementen
  • Praxisnahe Ausbildung mit Vortragenden aus der Wirtschaft
  • Die Studiendauer beträgt sechs Semester

Näheres entnehmen Sie bitte den beiliegenden Unterlagen.

Kunststoffindustrie und Umweltminister starten „Zero Pellet Loss“-Initiative

Die Kunststofffracht der Donau ist deutlich geringer als ursprünglich vermutet. Das ergab eine Studie des Umweltbundesamtes, die heute von Umweltminister Rupprechter präsentiert wurde. Im Durchschnitt gelangen in Österreich rund 5 bis 7 Kilogramm Kunststoffrohstoff aus Betrieben täglich in die Donau.

Mittels einer verbesserten Messmethode, bei der der gesamte Flussquerschnitt in Breite und Tiefe untersucht wurde, wurde ermittelt, dass Kunststoffverluste aus der Industrie (sogenannte "Kunststoffpellets") mit etwa 10 Prozent zur Kunststofffracht der Donau beitragen, 90 Prozent stammen aus nicht-industriellen Quellen, wie z.B. achtlos weggeworfenem Kunststoffmüll ("Litter"). In Summe geht die Studie von einer Menge von 40 Tonnen Kunststofffracht pro Jahr aus.

BM Rupprechter und DI Helmut Schwarzl unterzeichnen den Zero-Pellet-Loss-Pakt

Foto: BMLFUW/Florian Köfler

"Selbst wenn diese Menge bei jährlich in Österreich hergestellten und verarbeiteten 1,85 Millionen Tonnen einen geringen Anteil darstellt, sind auch fünf Kilogramm noch immer zu viel. Denn Kunststoff hat in der Donau nichts verloren", betont Helmut Schwarzl, Vertreter der kunststoffverarbeitenden Unternehmen im Fachverband der Chemischen Industrie der WKÖ.

Deshalb hat die Branche gemeinsam mit dem Ministerium eine "Zero-Pellet-Loss"-Initiative ins Leben gerufen. Mit dieser Initiative, bei dem sich die teilnehmenden Firmen zur Umsetzung eines 10-Punkte-Programms verpflichten, soll der Eintrag der Kunststoffindustrie auf unter ein Kilogramm gesenkt werden. Binnen weniger Tage haben sich bereits 20 Firmen dem Pakt angeschlossen. Diese decken rund 80 Prozent der verarbeiteten Gesamtmenge ab. "Unsere Industrie ist sich ihrer Verantwortung bewusst. Ich bin überzeugt, dass wir den Anteil der repräsentierten Produktionsmenge in den kommenden Wochen noch auf über 90 Prozent steigern werden", meint Schwarzl.

Im Bereich Kosmetik wurde ebenfalls ein wichtiger Schritt gesetzt:

 Die Unternehmen haben sich freiwillig zu einem gänzlichen Verzicht auf Mikroplastikpartikel in Kosmetikartikeln verpflichtet.

 "Die Industrie kann das Problem nicht alleine lösen, sie ist aber entschlossen, ihren Beitrag dazu zu leisten", so Schwarzl.

 Wien, 12. März 2015

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Austria Export Nr. 133

Austria Export Nr. 133 "Kunststoff(e): Maschinen, Rohstoffe und Verarbeitung"

In der mehrsprachigen Zeitschriftenserie "Austria Export" präsentiert die Außenwirtschaftsorganisation der Wirtschaftskammer Österreich im Heft Nr. 133 die österreichische Kunststoffwirtschaft.

Neben allgemeinen österreichischen Wirtschaftsdaten, aktuellen branchenspezifischen Berichten und ausführlichen Firmendarstellungen wird in einem Adressteil die gesamte Branche aufgelistet.

Broschüre Nachhaltiges Bauen

Nachhaltiges Bauen: Verpflichtung und Chance
Broschüre steht als Download (2,7MB) im PDF-Format zur Verfügung. 

CD Kunststoffe - Maßgeschneiderte Werkstoffe

In der vom Fachverband herausgebrachten Powerpoint-Präsentation "Kunststoffe - maßgeschneiderte Werkstoffe" wird u.a. auf die Geschichte der Kunststoffe, die verschiedenen Arten von Kunststoffen, ihre Verarbeitung und das Thema Kunststoffe und Umwelt eingegangen. Die CD ist auch als Lehrbehelf geeignet und wird an Schulen kostenlos abgegeben. 
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PVC-Fenster ökologisch im Spitzenfeld

Die ökologische Bewertungsmethode der Schweiz eco-devis reiht PVC-Fenster mit bestimmten Eigenschaften (Uf-Wert 1.1 W/m2 K, keine umweltrelevanten Bestandteile enthaltend) als "ökologisch interessant" ein. PVC-Fenster dieser Qualität werden damit in die erste Reihe der Fenstermaterialien aus Umweltsicht eingereiht. 

Expertisen PVC - Heute

Vor hochkarätigem Publikum aus Industrie, Verwaltung und NGOs wurden am 10. September 2007 zwei Expertisen zum Thema PVC-Heute (jeweils zu Hart-PVC - aus diesem sind Produkte wie z.B. Rohre, Fenster und diverse Bauprofile gefertigt, und Weich-PVC - also Erzeugnissen wie z.B. Bodenbeläge, Kabelisolierungen oder Medizinprodukte) präsentiert. Anlass für die Inauftraggabe dieser Arbeiten durch den Fachverband der chemischen Industrie war die seit langem laufende Diskussion um diesen Werkstoff mit Argumenten, die bereits vor Jahrzehnten geäußert wurden, heute überholt sind, aber dennoch verwendet werden. Die Industrie hat nämlich die Kritik ernst genommen und erhebliche Verbesserungen sowohl bei der Produktion des Rohstoffes, wie auch bei der Additivierung durchgeführt. Darüberhinaus wurden Recyclingsysteme für wichtige Anwendungen installiert. Die vom Institut für industrielle Ökologie ausgearbeiteten Expertisen gehen auf diesen heutigen Stand von PVC ein. Die Ergebnisse zeigen, dass eine pauschale Ablehnung des Werkstoffes sachlich nicht gerechtfertigt ist. Die Autoren geben aber auch Empfehlungen ab, wo in bestimmten Bereichen noch Verbesserungen zu machen sind. Die Expertisen sollen die Faktengrundlage für weitere konsensorientierte Gespräche in der bislang sehr emotional-kontroversiell geführten Diskussion sein. 
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Verzicht auf Verpackung

In Zeiten, in denen von einer Verpackungsflut gesprochen wird und die Verpackung als völlig unnütz dargestellt wird, sollte man sich einmal ein Leben ohne Verpackung vor Augen führen. Der französische Verband ELIPSO hat dazu Videos ins Netz gestellt, die das Thema auf humorvolle Art behandeln.
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